Zahl der Neuanträge 2016 EU-weit leicht gesunken, starker Anstieg in Deutschland

Asyl: Zahl der Neuanträge 2016 EU-weit leicht gesunken, starker Anstieg in Deutschland
Wie Eurostat am 16. März berichtete, stellten im Jahr 2016 insgesamt 1.204.280 Personen erstmals einen Asylantrag in der EU, d. h. etwas weniger als im Vorjahr (1.257.030, siehe auch Brüssel Aktuell 1/2016). In verschiedenen Ländern, so auch Deutschland (2016: 722.300; 2015: 280.000), ist jedoch ein Anstieg zu verzeichnen. Mehr als die Hälfte der erstmaligen Asylbewerber in der EU kam 2016 aus Syrien (28 %), Afghanistan (15 %) und dem Irak (11 %). Fast 80 % der Syrer, ca. 75 % der Iraker und nahezu 70 % der Afghanen stellten ihren Antrag in Deutschland. In anderen EU-Mitgliedstaaten stammt der Hauptteil der Asylsuchenden aus anderen Regionen. Deutschland hat mit 8.789 die mit Abstand höchste Quote erstmaliger Asylbewerber pro 1 Mio. Einwohner, gefolgt von Griechenland mit 4.625 und Österreich mit 4.587 (EU-Durchschnitt: 2.360). Die niedrigsten Quoten haben die Slowakei und Portugal (18 bzw. 69 pro 1 Mio. Einwohner). In Deutschland fielen letztes Jahr in rund zwei Dritteln der Asylanträge positive Entscheidungen. Ende 2016 waren in Deutschland noch 601.900 Anträge anhängig. Dies ist über die Hälfte der insgesamt noch in der EU ausstehenden Asylentscheidungen. (Pr/CB)

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